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Gelsenzentrum - Gemeinnütziger Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Gelsenkirchen

Die Internetpräsenz des GELSENZENTRUM e.V. ist als Gedenkprojekt den Menschen gewidmet, die in der NS-Zeit zu Opfern der Verfolgung, Ausgrenzung und Vernichtung wurden.

"Es ist geschehen, folglich kann es wieder geschehen"

Primo Levi

Schwerpunkte der Vereinsarbeit sind neben der multimedialen Aufbereitung und Dokumentation der zeithistorischen Ereignisse in Gelsenkirchen zwischen 1933-1945 auch die Förderung der Erinnerungskultur durch die aktive Unterstützung und Realisierung überregionaler Erinnerungsprojekte in Gelsenkirchen. So übernahm der Verein 2008 die Organisation und Planung des Aufenthaltes der fahrenden Ausstellung im "Zug der Erinnerung" in Gelsenkirchen. Die Umsetzung des Projektes "Stolpersteine" des Kölner Bildhauers Gunter Demnig haben wir im Sommer 2009 mit der ersten Verlegung von Stolpersteinen in Gelsenkirchen realisiert und fortgeführt. Bisher konnten wir so 161 Stolpersteine (Stand 10/2016) in unserer Stadt verlegen.

Im Focus unserer Aktivitäten steht die Pflege und Förderung der lokalen Erinnerungskultur, um so dem kollektiven Vergessen entgegen zu wirken. Wir arbeiten in einem Netzwerk aktiv im Bereich der Rechtsextremismusprävention mit vielen Organisationen und Institutionen zusammen. Mit unserer Arbeit tragen wir auch zur Wachsamkeit gegenüber Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus, Ausgrenzung, Nationalismus, Gewalt und Menschenverachtung bei. Unsere Zielsetzung ist es, der heutigen Gesellschaft ihre Verantwortung für eine respektvolle und menschlichere Zukunft bewusst zu machen.

Der Verein mit Sitz in Gelsenkirchen hat sich im Jahr 2005 gegründet, ist seit dem 1. Februar 2008 unter der Registernummer 10Vr 1077 im Vereinsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen eingetragen und vom Finanzamt Gelsenkirchen als gemeinnützig und besonders förderwürdig anerkannt. Wir sind parteipolitisch und konfessionell unabhängig. Diese Unabhängigkeit ist Voraussetzung für unsere Tätigkeit. Die Vereinsarbeit wird vom geschäftsfürenden Vorstand getragen. Wir finanzieren die Vereinsarbeit aus Eigenmitteln wie Mitgliedsbeiträgen und aus Spenden.

Gelsenzentrum e.V. ist mit einer eigenen Internetpräsenz online, die als Gedenk- und Erinnerungsprojekt "Gelsenzentrum - Portal für Stadt- und Zeitgeschichte" konzipiert ist. Einer der Preisträger im bundesweiten Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz 2009" des "Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT)" war das Gedenk- und Geschichtsprojekt "Gelsenzentrum". Der Wettbewerb zeichnet vorbildliche und nachahmenswerte zivilgesellschaftliche Aktivitäten aus.

"Die Ermordeten sollen nicht noch um das einzige betrogen werden,
was unsere Ohnmacht ihnen schenken kann, das Gedächtnis"

Theodor W. Adorno

Verschiedene Projektgruppen und Initiativen betreuen und realisieren eigenverantwortlich unter dem Dach des Gelsenzentrum e.V. Projekte wie die Stolpersteine oder auch lokale Erinnerungs- und Gedenkorte, richten Veranstaltungen, Ausstellungen, Kundgebungen oder auch Demonstrationen aus. An diversen Buch- Fim- und Fernsehbeiträgen haben wir mitgearbeitet, Veranstaltungen mit Zeitzeugen und Lesungen geplant und durchgeführt.

So hat beispielsweise eine unserer Initiativen 2010 erreicht, dass der Name eines NS-Täters als Namensgeber einer Straße in Gelsenkirchen aus dem öffentlichen Raum getilgt worden ist, 2012 wurden die Namen von NS-Wirtschaftsverbrechern, die als Namensgeber für Straßen auf dem Werksgelände der BP Gelsenkirchen GMBH fortwirkten, auf unser Betreiben hin umbenannt. 2014 wurde dann auf unsere Anregung hin eine bis dato nach dem aktiven Unterstützer und Wegbereiter des Nationalsozialismus Karl Wagenfeld benannte Straße nach dem Buerer Heimatforscher Hugo Vöge umbenannt.

Der Dialog mit Menschen, die Rassenwahn und Herrenmenschenideologie unter der NS-Terrorherschaft überlebt haben, deren Angehörigen und Nachfahren ist für uns äußerst bedeutsam. Viele der in alle Welt verstreuten Menschen sind auf unterschiedlichste Art und Weise auch viele Jahrzehnte nach dem Holocaust noch mit Ihrer Heimat- oder Geburtsstadt Gelsenkirchen verbunden. So konnten auch tiefe Freundschaften zwischen den einst Verfolgten und uns als nachgeborene Generation geschlossen werden. Freunde und Angehörige konnten sich nach Jahrzehnten der Trennung durch unsere Aktivitäten wieder in die Arme schließen. Viele dieser Menschen stellten uns Ihre lebensgeschichtlichen Erinnerungen in schriftlicher oder digitaler Form, Fotos und Dokumente zur Verfügung, die von uns multimedial aufbereitet wurden und nun auf unserer Internetpräsenz nachzulesen sind. Nicht zuletzt die Erinnerungen und Berichte der Verfolgten, ausgegrenzten und dehumanisierten Menschen sollen uns Mahnung und Verpflichtung sein, dem Vergessen entgegen zu wirken.

"Wir dürfen nicht zulassen, dass Ausgrenzung und Rassismus wieder salonfähig werden. Und das können wir nur, wenn wir die Geschichte des Holocaust richtig deuten, unsere Verantwortung heute ernst nehmen, mehr erkennen und entsprechend handeln, als die Generationen vor uns."

Bei der Gestaltung des Angebotes unserer Internetpräsenz achten wir auf Barrierefreiheit. Wir vermeiden aus grundsätzlichen Erwägungen die plakative Darstellung von NS-Symbolen und die Darstellung oder Abbildung in Form von Fotos von Nazigräuel in den Vernichtungslagern und anderen Unrechtsstätten.

Je größer der zeitliche Abstand zu unserer gemeinsamen Vergangenheit wird, um so wichtiger ist es, die Erinnerung an die Verbrechen der Nazis wachzuhalten und das Andenken an die Menschen, die dem Unrechts- und Mordregime der Nazis zum Opfer gefallen sind, zu wahren. Das ist eines der erklärten Ziele des als gemeinnützig anerkannten GELSENZENTRUM E.V..

→ Gelsenzentrum e.V. - Auswahl von Auszeichnungen und Ehrungen

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Gelsenzentrum e.V., Januar 2011. Überarbeitet Dezember 2016

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