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Jom Hasho'a 2009

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Fahnen auf Halbmast am Jom haScho'a

Jom haScho'a (auch Yom Hashoa oder Yom Hashoah) oder Jom haZikaron laScho'a weLaGwura, auf deutsch Holocaust-Gedenktag, ist ein israelischer Nationalfeiertag bzw. Gedenktag für die Opfer des Holocaust. Nach jüdischer Tradition beginnen die Feierlichkeiten mit Sonnenuntergang am 27. Nisan des jüdischen Kalenders und enden am Abend des nächsten Tages. Ursprünglich wurde als Datum der 15. Nisan vorgeschlagen, das Datum des Aufstandes im Warschauer Ghetto (19. April 1943), dies wurde aber schließlich verworfen, da dies nur einen Tag nach dem Pessach-Fest ist. Das jetzige Datum liegt genau acht Tage vor Jom haAtzma'ut, dem israelischen Unabhängigkeitstag. Jom haScho'a' wurde unter David Ben Gurion und Jitzchak Ben Tzwi 1959 eingeführt.

Zur Eröffnungszeremonie am Abend werden üblicherweise 6 Fackeln entzündet, die symbolisch für die 6 Millionen jüdischen Opfer des Holocaust stehen. Der nächste Morgen beginnt mit Gedenkveranstaltungen in Yad Vashem. Im gesamten Land heulen um 10 Uhr für 2 Minuten die Sirenen. Der öffentliche Nahverkehr und normalerweise auch alle anderen Fahrzeuge halten an, die meisten Passanten bleiben schweigend stehen. Zu Füßen der 6 Fackeln in Jad waSchem werden Kränze von Vertretern verschiedener Institutionen und Gruppen Überlebender niedergelegt.

Während Jom haScho'a sind sehr viele öffentliche Einrichtungen in Israel geschlossen, im Fernsehen und Radio laufen keine Unterhaltungssendungen, sondern Trauermusik oder Dokumentationen zum Holocaust. Alle Fahnen wehen auf Halbmast. Bei Gedenkveranstaltungen wird das Gebet 'El male rachamim' vorgetragen. Ultraorthodoxe Juden (Charedim) nehmen nicht an den Feierlichkeiten teil, da die Halacha Trauertage im Monat Nisan untersagt. Sie gedenken der Holocaust-Opfer an traditionellen Trauertagen, die es schon vor dem Zweiten Weltkrieg gab, z.B. an Tischa beAv.

Am Jom haScho'a führen Tausende meist jugendlicher Juden, insbesondere Studenten, eine Gedenkveranstaltung als Marsch von Auschwitz nach Birkenau durch. Dies wird mittlerweile als Marsch der Lebenden, in Anspielung auf die Todesmärsche der NS-Zeit, bezeichnet.

In jüngerer Zeit haben auch andere Staaten oder deren jüdische Gemeinden den Holocaust-Gedenktag übernommen. So fand zum Beispiel am 3. Mai 2005 in Berlin eine Gedenkstunde der jüdischen Gemeinde statt. Im Anschluss wurden die Namen der 55.696 Berliner Juden verlesen, die den Holocaust nicht überlebt hatten. Die Lesung dauerte bis zum 4. Mai bis spät in den Abend.

→ Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie



El Male Rachamim - G"tt voller Erbarmen

El malej rachamim, schochen baMromim,
hamze Menuchah nechonah,
tachat Knafej haSch'chinah,
beMaalot Keduschim, Tehorim veGiborim,
keSohar haRakia mas'hirim.
LeNish'mot cHajalej Z'wa Haganah l'Jisrael
sche naflu beMilhamoth Jisrael,
biPe'uloth Haganah, Tagmul veBitahon,
beEt Miluj Tafkidam, ubaEt Sherutam,
uleNishmoth khal Lohamej haMachtaroth
vaChatiwoth haLohamim beMa'arakhoth ha'Am
schecherfu Nafsham laMaveth alKedushath haShem
vebeEsrath Elohej Ma'arakhoth Jisrael
hewiu liTkumath haUmah vehaMedinah
veliGe'ulath haArez ve'Ir haElohim.
Vekhal eleh schenirzehu baArez umichuzah lah,
biJdej haMerazhim meIrgunej haTeror.

Baawur scheAnu mit'palelim leIluj Nischmotehem,
lachen Baal haRachamim jastirem beSeter Knafaw leOlamim
wejizror biZror haChajim et Nischmotejhem.
Adonaj hu Nachlatam,
beGan-Eden tehe Menuchatam,
wejanuchu beSchalom alMischkewotejhem.
Wejaamidu leGoralam leKejz haJamim.
Wenomar: Amejn.

Gott voller Erbarmen,in den Himmelshöhen trohnend,
es sollen finden die verdiente Ruhestätte
unter den Flügeln Deiner Gegenwart,
in den Rängen der Heiligen, der Reinen und der Helden
strahlend wie der Glanz des Himmels,
die Seelen der Gefallenen der Streitkräfte zur Verteidigung Jisraels,
die gefallen sind in den Kriegen Jisraels,
bei Verteidigungs-, Vergeltungs- und Absicherungsaktionen,
in Erfüllung ihrer Pflicht, während ihres Dienstes,
und die Seelen aller Kämpfer der Untergrundbewegungen und der Brigaden,
die kämpften in den Rängen des Volkes
und ihr Leben einsetzten und zu Tode kamen,
in Heiligung Deines Namens;
und mit G'ttes Hilfe die Erhebung des Volkes und die Erstehung des Staates
und die Erlösung des Landes und der Stadt G'ttes erreicht haben.
Und all jene die im Lande und ausserhalb des Landes,
durch die Hände der Mörder aus den Terrorkommandos gemordet wurden.

Sieh die gesamte Gemeinde betet für das Aufsteigen ihrer Seelen,
so berge sie doch Du,
Herr des Erbarmens im Schutze deiner Fittiche in Ewigkeit
und schließe ihre Seelen mit ein in das Band des ewigen Lebens.
Gott sei ihr Erbbesitz,
und im Garten Eden ihre Ruhestätte,
und sie mögen ruhen an ihrer Lagerstätte in Frieden.
Und sie mögen wieder erstehen zu ihrer Bestimmung
am Ende der Tage.

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Andreas Jordan, April 2009


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