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Die Jungritterschaft St. Martin in Gelsenkirchen-Schalke


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Brief von Hugo Vöge, Gelsenkirchen-Buer an Joseph P. Krause

Brief von Hugo Vöge, Gelsenkirchen-Buer

Herrn Joseph P.Krause

Betrifft: St. Martinszug / Sternsinger
Nachtrag: zu den ersten St. Martinszug

Einige Tage später erschien vom hiesigen Ernährungsamt 2 Herren und beanstandeten den Verkauf von Brezel ohne Lehensmittelmarken an Brot, Fett und Zucker. Mit einem Verkaufs- und Herstellungsverbot wurde gedroht sowie Schließung des Geschäftes aber nach langer zäher Verhandlung konnte man St. Martin nicht bestrafen. Ausgangspunkt war der nahe gelegene Sportplatz Linnefant auch DJK-Platz genannt. Vielleicht kann Ihnen der frühere Kaplan Joh. Buchinger jetzt Pfarrer Johannes Buchinger in Büderich bei Wesel noch einge Einzelheiten dazu geben. (Pfarrei St. Peter)

Anbei übersende ich Ihnen einige Zeitungsausschnitte vom Jahre 1972 über die ersten Sternensinger an St. Urbanus welche einen Betrag von ca. 1138 DM erbrachten.(Bis heute fast so geblieben)

Die ersten Sternensinger wurden hier unter dem jetzigen Pfarrer, Propst und Dechant Anton Feldmann auf die Reise geschickt. Über weitere Einzelheit jedoch kann Ihnen der frühere Kaplan jetzt Pfarrer Paul Lohne 41 Duisburg-Beckernwerth Hans-Knippstrasse 18 geben, welcher zur damaligen Zeit die Meßdiener betreute. Bis auf den heutigen Tag sind Sternensinger und der St.Martinszug geblieben.

In der Buerschen Heimat und Kirchengeschichte tauchte der Name -Martin- zum erstenmal am 2o.5.l8o9 im Taufbuch KB 11 auf. Der Täufling hieß: Maria Sybilla Schreiner, Vater Martin Schreiner, Mutter Gertrud Schütz und der Vater übte das Handwerk als erster Chirurg von Buer aus, von Napoleon eingesetzt.

Aufzeichnungen und Zeitungsnotizen aus früheren Jahren über den Martinszug liegen im hiesigen Kirchenarchiv nicht vor. Einzelheiten zum Martinszug sei noch genannt: Bäckermeister Otto Herkel nebst Frau sind meine Schwiegereltern und jene Zahlenangaben sind der Familienchronik entnommen. Die St. Urbanuspfarrei sowie ich selbst würden uns sehr freuen weitere Einzelheiten sowie Verwendungszweck, näheres zu erfahren. In der Hoffnung bald von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr H u g o Vö g e, 4660 Gels.-Buer

Zum erstenmal: die Sternensinger ANNO 1972 an St. Urbanus Buer

Die drei von Hugo Vöge seinerzeit überlassenen Zetungsausschnitte aus dem Jahre 1972 lassen eine Reproduktion mangels Auflösung leider nicht zu, sodaß hier lediglich die (ähnlich lautenden) Artikeltexte wiedergegeben werden können.


Sternsinger bereiten mit ihrem Besuch Freude - 27 Kinder zogen gestern von St. Urbanus aus

BUER. Einen alten Brauch ließ die katholische St.-Urbanus-Gemeinde wieder aufleben: Das Sternsingen am Dreikönigstag. Im Teamwork zwischen Pfarrgeistlichkeit, Pfarrgemeinderat, dem Kinderchor und der Meßdienergruppe wurden neun Sternsingergruppen zusammengestellt, jeweils aus den drei "Königen": Caspar, Melchior und Balthasar. Und die 27 "Könige" nahmen die Sache ernst: Mit großem Eifer bereiteten sie sich mit Liedern, Gedichten und dem nötigen Zubehör, wie Krone und Zepter, vor. Jetzt sind sie fit, bei Familienbesuchen ihre Künste vorzutragen. Die einzelnen Gruppen suchen nämlich jeweils in Begleitung eines Erwachsenen Familien auf, die um ihren Besuch gebeten hatten. Diesen Wunsch hatten Interessenten auf Zetteln geäußert, die zu diesem Zweck am letzten Sonntag in den Gottesdiensten verteilt wurden.

Aber darüber hinaus werden Sternsinger auch Alte und Kranke der Gemeinde aufsuchen. Eine Gruppe trägt im Marienhospital ihre Lieder und Gedichte vor. Den offiziellen Auftrag für ihre "Aussendung" erteilte ihnen gestern Propst Feldmann nach dem Gottesdienst um 16 Uhr.

900 DM in Erle - Übrigens: Die Sammlung der Sternsinger der St.-Barbara-Gemeinde in Erle brachte am ersten Tag schon 900 DM. Das Geld soll Lepradörfern in Afrika zugute kommen. ZHE


NACH ALTEM BRAUCH zogen gestern, am Dreikönigstag, wieder die Sternsinger der St.-Urbanusgemeinde durch Buer. Neun Gruppen mit Caspar, Melchior, Balthasar und dem Sternträger kamen zu Familien, die das gewünscht hatten. Auch Alte und Kranke wurden besucht. Eine Gruppe trug im Marienhospital in Buer ihre Lieder und Gedichte vor. Mit großem Eifer hatten sich die Kinder, Meßdiener und Mitglieder des Kinderchores auf den Tag vorbereitet. Auch die Pfarrgeistliichkeit und der Pfarrgemeinderat hatten mitgeholfen. Walter Ignatowski, Leiter des Kirchenchores; studierte die Lieder und Gedichte ein, die Kronen und Sterne wurden selbst gebastelt. Die Kinder sammelten für die Afrikanische Mission. Propst Feldmann (links) hielt vorher einen Gottesdienst.


Alter Brauch lebt bei St. Urbanus wieder auf - Propst Feldmann sandte die Sternsinger aus

Buer. "Möge die Sammlung den Missionaren im Schwarzen Erdteil mehr Möglichkeiten geben, ihre Arbeit auszuführen", diesen Wunsch gab Propst Dechant Feldmann Donnerstag den Sternsingern mit auf den Weg, die er in der Urbanuskirche in einer Eucharistiefeier verabschiedete. Mit dieser offiziellen Aussendung ließ die St. Urbanusgemeinde einen alten Brauch wieder aufleben: Das Sternsingen am Dreikönigstag! In Zusammenarbeit zwischen Geistlichkeit, Pfarrgemeinderat, Kinderchor und Meßdienergruppe wurden neun Sternsingergruppen mit je drei Königen (Caspar, Melchior und Balthasar) zusammengestellt.

Mit Eifer und Begeisterung hatten sich die Kinder auf das Singen vorbereitet und Lieder und Gedichte eingeübt. Zubehör, Kronen und Sterne waren selbst gebastelt. In Begleitung, eines Erwachsenen suchten die einzelnen Gruppen. Familien in der Gemeinde auf, die den Besuch der Sternsinger gewünscht hatten. In allen Gottesdiensten waren am letzten Sonntag Zettel ausgeteilt worden, auf denen man den Wunsch eines Besuches eintragen konnte. Auch Alte und Kranke wurden von den Sternsingern besucht. Eine Sternsingergruppe trug ihre Lieder und Gedichte im Marienhospital vor.


Andreas Jordan, Dezember 2008


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